Oliver Henkel:
- Travetraum-Profil: www.travetraum.de/oliver-henkel
- Website: www.oliverhenkel.com
Natur-Kultur-Erlebnis
Oliver Henkel:
Alle allgemeinen Infos, Preise, Links, Fotos, etc. findet ihr hier: TRAVETRÄUME Natur-Kultur-Erlebnis.

Detail-Übersicht Zeitplanung für das Herbstcamp 2019:

Märchen, Monster und Magie
Video-Kurzfilm-Projekt an der Trave
Veranstalter: Therapie-Theater an der Trave vom Förderverein Lokfelder Brücke e.V.
Ansprechpartner: Udo Reichle-Röber
Anmeldung: foyer@therapietheater.de, 04533 – 79 12 21
Und hier nun das Ergebnis 🙂 Die Kinder waren toll, sie haben je Tag einen Film erschaffen:
Alle allgemeinen Infos, Preise, Links, Fotos, etc. findet ihr hier: TRAVETRÄUME Natur-Kultur-Erlebnis.
Zeitplanung inkl. Essen:

Seit dem Frühjahr 2019 lebt der Iraner Jamshid Sheikh in Reinfeld, wir haben ihn über die Flüchtlings- und Sozialarbeiter kennengelernt. Er macht in unserer Therapie-Theater-Gruppe mit und kommt mit seinen Schülern manchmal zu unserer Schwitzhütte. Er musste nach seinen Aussagen flüchten, weil er mehrere Bücher über alternative Medizin veröffentlicht hat, derzeit arbeitet er an der Veröffentlichung seines neuesten Buches, lernt in Lübeck an der VHS Deutsch, sucht Arbeit und hofft seine Frau und Kinder nachholen zu können.
Jamshid ist unter anderem Yoga-Lehrer, wir kamen bei unseren Theater-Treffen bereits in den Genuss einer Probestunde, was sehr viel Spaß gemacht hat. Er würde gern eine neue eigene Yoga-Gruppe gründen und freut sich über eine Kontaktaufnahme, wenn ihr Interesse habt, über unseren Verein. Er wird während unseres Sommercamps „Natur-Kultur-Erlebnis Traveträume“ hier sein und am 27. und 28. Juli weitere Schnupperstunden geben, um Voranmeldung wird gebeten.
Liebe Freunde, 2019 laden wir das erste Mal zu einem Traveträume-Camp pro Jahreszeit ein. Alle Termine stehen auch im Kalender. Diese Aufgabe „kam“ Anfang des Jahres, ohne konkrete inhaltliche Ideen, es ist einfach ein Feldtest für mehr Zeit in Gemeinschaft während der Ferien. Also ein „Open Space“, wie schon die letzten Traveträume, für mehr miteinander und voneinander Lernen, Spielen und Arbeiten. Wir sind gespannt was passiert und freuen uns über jeden, der Zeit und Lust hat hier zu sein. Die „Preise“ sind ein verhandelbarer Feldtest, für Verbesserungsvorschläge sind wir offen 😉
Übersicht Zeitplanung für das Frühjahrscamp:
Details:
Links:
Fotos:

Zeitplan (Stand 23.07.18):
Terminplanung Allgemein (Potluck-Brunch, Zeremonien, Traveträume, Advents-Café,…): https://doodle.com/poll/h9274xq5z3swpy5t
Detailplanung Traveträume 2018 (46 Zeitfenster: inkl. Essen und open space): https://doodle.com/poll/p8k9mgpytmeg7ft2
„Kosten“ Camp: 20 €/Person/Tag ab 12 Jahren inkl. Verpflegung (bio-vegan), Übernachtung im Tipi oder eigenen Zelt. Ermäßigung für Vereinsmitglieder und auf Anfrage – bitte meldet euch auch wenn ihr kein Geld habt aber mithelfen oder euch anderweitig einbringen könnt/möchtet, das ist genauso wertvoll und die Gemeinschaft ist hier wichtiger als Geld! Wir brauchen immer helfende Hände zum Auf- und Abbauen, Kuchenbäcker, Fotografen, Feuerhüter, Geschichtenerzähler, Gitarrenspieler, … Potluck-Brunch & Zeremonien auf Spendenbasis, Workshops auf Anfrage.
Ablauf in Dankbarkeit und Anlehnung an die Sommercamps von Michael Hartl: (https://experimentselbstversorgung.net/veranstaltung-zusammen-organisieren-und-wachsen/)
Beim „open space“, der Methode, nach der wir die Camps hier ablaufen lassen, entscheidet die Gruppe aus dem Bauch heraus, welche Themen gerade die sind, die wichtig zu bearbeiten sind. Und die sind dann auch gut so. Die Themenvielfalt geht von Gemeinschaft und deren solidarisches Wirtschaften, über Sport und Meditation, bis hin zu Märchen und gemeinsamen Musizieren.
Und beim Reflektieren des Sommercamps dachte ich mir, was denn der organisatorische Rahmen ist, den wir da eigentlich spannen. Und wie sieht der menschliche Rahmen aus? Ich fände nämlich fein, wenn es noch viel mehr dieser Events geben würde – nicht nur von uns. Darum mal hier eine Übersicht, welche Methoden ich als besonders hilfreich für das Gelingen unserer Camps empfunden habe.
Open space
Unsere Camp-Organisation ist stark angelehnt an die Großgruppen-Moderations-Technik „open space“. Wir möchten nämlich, dass die Camps gemeinsam gestaltet werden. Möglichst selbstorganisiert, für verantwortungsvolle und freie Menschen und von ihnen kreativ und inhaltlich gestaltet. Dazu gibt es nach einer Kennenlernphase das gemeinsame Suchen und Festlegen von Themen. Das sieht bei unseren Camps im Kern so aus:
Abwandlung: Wie oben beschrieben werden zu Beginn gleich die Themen für die ganze Woche festgelegt. Vielleicht versuchen wir aber auch, nur zwei Tage zu planen und dann am Ende der zwei Tage die noch nicht behandelten Themen neu zu bewerten. Oder Themenbereiche zu machen, wie „praktischer Workshop“, „körperliches“, „seelisches“, „Redekreise“ und „Unterhaltung“, damit selbst wenn alle Redekreise hoch spannend sind und daher die meisten Punkte bekommen, auch Platz bleibt für praktisches.
Wer mehr zu open space als Methode erfahren will, kann sich hinter den Links eine kurze (https://web.archive.org/web/20140305191345/http://www.openspaceworld.org/german/index.html) oder eine lange (https://de.wikipedia.org/wiki/Open_Space) Beschreibung dazu durchlesen.
Redekreise
Der Tag beginnt nach dem Frühstück und endet nach dem Abendessen mit einem großen Redekreis, zu dem alle kommen sollen, die am Camp teilnehmen. Hier geht es um zwei Punkte: Befindlichkeit und Organisatorisches.
Für einen Redekreis sitzen alle in einem Kreis. Eine Moderatorin begrüßt kurz alle, sagt, welche Runde nun ansteht und gibt dann das Wort an die Person, die den stärksten Impuls spürt, etwas zu sagen. Von dort aus wird das Wort – oder wenn gewünscht auch ein Redestab oder anderer Gegenstand – im Uhrzeigersinn reihum gegeben. Dabei spricht nur die Person, die an der Reihe ist, bzw. den Rede-Gegenstand hat, und alle anderen hören aufmerksam zu.
Befindlichkeitsrunde
In der Befindlichkeitsrunde, die am Morgen die Eröffnung macht und am Abend das Ende des Redekreises, kann jede*r äußern, wie es ihr*ihm geht, was gerade in mir passiert oder wie ich mich in der Gruppe fühle. Einfach, was gerade auf dem Herzen liegt oder um es herum tanzt und fliegt. Am ersten Tag sind die Äußerungen oft nur kurze „Ja, eh gut. Passt alles. Danke.“. Aber zum Ende der Woche hin öffnen sich die meisten Menschen immer mehr – was ein schnelles und gutes Gespür für die anderen entstehen lässt und einen besonderen Beitrag für das Gemeinschaftsgefühl leistet.
Organisationsrunde
Die Organisationsrunde ist für alle Punkte rund um das Camp und den Ablauf. Diese ist besonders wichtig, da sich das Camp ja so gut wie möglich selbst organisieren soll. Hier ist Platz für Fragen oder Anmerkungen zu den Zeitplänen, zum Essen oder dem Nachkaufen von Zutaten, Anliegen zur Sauberkeit oder für Anmerkungen, was noch wichtig wäre für die Kinder, etc. Und auch hier lässt sich meist über die Woche eine interessante Entwicklung beobachten: Sind es am Anfang noch hauptsächlich die Moderator*innen und Gastgeber*innen, die Punkte anmerken, verteilt sich das zum Ende der Woche auf immer mehr Teilnehmende. Die damit zu aktiven Gestalter*innen werden. Eines unserer großen Ziele: Menschen ermächtigen, sich gemeinsam selbst zu organisieren.
Gemeinsames Kochen und Essen
Wenig erlebe ich als so wertvoll und zusammenführend, als gemeinsames zubereiten und verzehren von gutem, gesunden Essen. Es liegt Magie in diesem Prozess, wo aus unterschiedlichsten Zutaten etwas erschaffen wird, dass Eigenschaften hat, die keine der Zutaten selbst hatte. Es liegt Liebe in diesem Tun, denn wenn wir für Menschen gutes Essen zubereiten, die uns mehr und mehr bedeuten, machen wir das mit Hingabe. Und es liegt so viel soziales in diesem Prozess, denn wir tauschen uns aus, erschaffen gemeinsam etwas und genießen es danach miteinander.
Daher nimmt bei uns das Zubereiten des Essens einen hohen Stellenwert ein und alle, die möchten, können sich einbringen. Es ist nichts notwendiges, das im Rahmen einer Camp-Organisation eben erledigt gehört, sondern es ist integraler Bestandteil dessen, was hier in der Woche abläuft. Und ebenso wird das gemeinsame Essen als wichtig gesehen.
Anmerkung Menie: Ich liebe die makrobiotische Küche und freue mich auf die Zeit zum Kochen mit euch, über Austausch und Gleichgesinnte. Dies ist kein Muss aber es wäre schön, wenn wir zumindest überwiegend bio, vegan, regional, saisonal und natürlich kochen 🙂
Lagerfeuer und Musik
Klar, einerseits kochen wir über dem Feuer. Aber das Feuer ist auch zentrale Anlaufstelle hier und zieht sowieso seit jeher Menschen einfach an. Alle sitzen am Feuer, reden, lachen, spielen Musik und starren manchmal gedankenverloren in die Flammen.
Mehr muss ich zum Lagerfeuer und der Musik glaube ich nicht schreiben. Wer nicht tief in sich spürt, warum das so wichtig ist: Hinaus mit Dir heute Abend! Nimm ein paar Menschen mit und entzündet ein Lagerfeuer!
Der Mindset fürs Wohlfühlen
Mich freut ganz besonders, dass in den Feedbacks immer wieder die Rede von der Besonderheit dieses Ortes die Rede ist. Wie wohl und sicher sich hier die meisten Menschen fühlen. Und viele sehen die Ursache in den hier lebenden Personen. Das schmeichelt natürlich, aber ich denke, dass alle Menschen, die das wirklich wollen, einen solchen Rahmen schaffen können. Dazu gibt es aus meiner Sicht ein paar simple Ansätze – die gerne auch den Teilnehmenden kommuniziert werden können – und die nicht nur auf einem solchen Camp zählen:
Anmerkung Menie zu den Zeremonien:
Da einige von uns ein Leben mit Zeremonien führen wird die eine oder andere Schwitzhütte auch in dieser Campzeit stattfinden und die Wassertrommel gespannt. Eine gute Möglichkeit zum Kennenlernen, falls ihr dies noch nie erlebt habt ;-). Aber an alle die oft bei indianischen Zeremonien sind: Diese Zeit ist offen für alle Kulturen und gerade auch für den Austausch unter uns gedacht, der sonst manchmal etwas zu kurz kommt 🙂
Links:
Fotos:







Liebe Freunde der Lokfelder Brücke,
herzlich Willkommen zu unseren Natur-Kultur-Erlebnistagen „TRAVETRÄUME“! Dieses Jahr laden wir euch zu einem (internen) Familien-Sommercamp mit abschließendem (öffentlichen) Sommerfest ein. Besonders am Herzen liegen uns dabei viiiieeel Zeit für Gemeinschaft und voneinander lernen, kochen & essen, Entschleunigung und Zeremonien, Kreativität und Spaß – natürlich ökologisch sinnvoll 😉 Das „Programm“ inhaltlich werden wir gemeinsam in der Zeit planen, d.h. wir eröffnen hier einen „open space“. Der „organisatorisch bisher angedachte Rahmen“ wird auf dieser Internetseite weiter ergänzt. Bitte merkt euch den Termin bereits vor, nehmt euch Urlaub, sprecht euch mit Freunden ab, kommt monatlich zu den Vorbereitungstreffen beim Brunch bzw. meldet euch, wenn ihr Lust auf eine schöne Zeit mit und bei uns im Sommer habt, wir freuen uns auf euch!
Liebe Grüße,
Melanie
Organisatorisch angedachter Rahmen (Stand 08.08.17):
„Kosten“ Camp: 75 €/Person ab 6 Jahren, Übernachtung im Tipi oder eigenen Zelt, Essen + Trinken wird von der Gruppe vor Ort selbst organisiert (bio-vegan). Ermäßigung auf Anfrage (Bitte meldet euch auch wenn ihr kein Geld habt aber mithelfen oder euch anderweitig einbringen könnt/möchtet, das ist genauso wertvoll und die Gemeinschaft ist hierbei wichtiger als Geld!).
Ablauf in Dankbarkeit und Anlehnung an die Sommercamps von Michael Hartl: (https://experimentselbstversorgung.net/veranstaltung-zusammen-organisieren-und-wachsen/)
Beim „open space“, der Methode, nach der wir die Camps hier ablaufen lassen, entscheidet die Gruppe aus dem Bauch heraus, welche Themen gerade die sind, die wichtig zu bearbeiten sind. Und die sind dann auch gut so. Die Themenvielfalt geht von Gemeinschaft und deren solidarisches Wirtschaften, über Sport und Meditation, bis hin zu Märchen und gemeinsamen Musizieren.
Und beim Reflektieren des Sommercamps dachte ich mir, was denn der organisatorische Rahmen ist, den wir da eigentlich spannen. Und wie sieht der menschliche Rahmen aus? Ich fände nämlich fein, wenn es noch viel mehr dieser Events geben würde – nicht nur von uns. Darum mal hier eine Übersicht, welche Methoden ich als besonders hilfreich für das Gelingen unserer Camps empfunden habe.
Open space
Unsere Camp-Organisation ist stark angelehnt an die Großgruppen-Moderations-Technik „open space“. Wir möchten nämlich, dass die Camps gemeinsam gestaltet werden. Möglichst selbstorganisiert, für verantwortungsvolle und freie Menschen und von ihnen kreativ und inhaltlich gestaltet. Dazu gibt es nach einer Kennenlernphase das gemeinsame Suchen und Festlegen von Themen. Das sieht bei unseren Camps im Kern so aus:
Abwandlung: Wie oben beschrieben werden zu Beginn gleich die Themen für die ganze Woche festgelegt. Vielleicht versuchen wir aber auch, nur zwei Tage zu planen und dann am Ende der zwei Tage die noch nicht behandelten Themen neu zu bewerten. Oder Themenbereiche zu machen, wie „praktischer Workshop“, „körperliches“, „seelisches“, „Redekreise“ und „Unterhaltung“, damit selbst wenn alle Redekreise hoch spannend sind und daher die meisten Punkte bekommen, auch Platz bleibt für praktisches.
Wer mehr zu open space als Methode erfahren will, kann sich hinter den Links eine kurze (https://web.archive.org/web/20140305191345/http://www.openspaceworld.org/german/index.html) oder eine lange (https://de.wikipedia.org/wiki/Open_Space) Beschreibung dazu durchlesen.
Redekreise
Der Tag beginnt nach dem Frühstück und endet nach dem Abendessen mit einem großen Redekreis, zu dem alle kommen sollen, die am Camp teilnehmen. Hier geht es um zwei Punkte: Befindlichkeit und Organisatorisches.
Für einen Redekreis sitzen alle in einem Kreis. Eine Moderatorin begrüßt kurz alle, sagt, welche Runde nun ansteht und gibt dann das Wort an die Person, die den stärksten Impuls spürt, etwas zu sagen. Von dort aus wird das Wort – oder wenn gewünscht auch ein Redestab oder anderer Gegenstand – im Uhrzeigersinn reihum gegeben. Dabei spricht nur die Person, die an der Reihe ist, bzw. den Rede-Gegenstand hat, und alle anderen hören aufmerksam zu.
Befindlichkeitsrunde
In der Befindlichkeitsrunde, die am Morgen die Eröffnung macht und am Abend das Ende des Redekreises, kann jede*r äußern, wie es ihr*ihm geht, was gerade in mir passiert oder wie ich mich in der Gruppe fühle. Einfach, was gerade auf dem Herzen liegt oder um es herum tanzt und fliegt. Am ersten Tag sind die Äußerungen oft nur kurze „Ja, eh gut. Passt alles. Danke.“. Aber zum Ende der Woche hin öffnen sich die meisten Menschen immer mehr – was ein schnelles und gutes Gespür für die anderen entstehen lässt und einen besonderen Beitrag für das Gemeinschaftsgefühl leistet.
Organisationsrunde
Die Organisationsrunde ist für alle Punkte rund um das Camp und den Ablauf. Diese ist besonders wichtig, da sich das Camp ja so gut wie möglich selbst organisieren soll. Hier ist Platz für Fragen oder Anmerkungen zu den Zeitplänen, zum Essen oder dem Nachkaufen von Zutaten, Anliegen zur Sauberkeit oder für Anmerkungen, was noch wichtig wäre für die Kinder, etc. Und auch hier lässt sich meist über die Woche eine interessante Entwicklung beobachten: Sind es am Anfang noch hauptsächlich die Moderator*innen und Gastgeber*innen, die Punkte anmerken, verteilt sich das zum Ende der Woche auf immer mehr Teilnehmende. Die damit zu aktiven Gestalter*innen werden. Eines unserer großen Ziele: Menschen ermächtigen, sich gemeinsam selbst zu organisieren.
Gemeinsames Kochen und Essen
Wenig erlebe ich als so wertvoll und zusammenführend, als gemeinsames zubereiten und verzehren von gutem, gesunden Essen. Es liegt Magie in diesem Prozess, wo aus unterschiedlichsten Zutaten etwas erschaffen wird, dass Eigenschaften hat, die keine der Zutaten selbst hatte. Es liegt Liebe in diesem Tun, denn wenn wir für Menschen gutes Essen zubereiten, die uns mehr und mehr bedeuten, machen wir das mit Hingabe. Und es liegt so viel soziales in diesem Prozess, denn wir tauschen uns aus, erschaffen gemeinsam etwas und genießen es danach miteinander.
Daher nimmt bei uns das Zubereiten des Essens einen hohen Stellenwert ein und alle, die möchten, können sich einbringen. Es ist nichts notwendiges, das im Rahmen einer Camp-Organisation eben erledigt gehört, sondern es ist integraler Bestandteil dessen, was hier in der Woche abläuft. Und ebenso wird das gemeinsame Essen als wichtig gesehen.
Anmerkung Menie: Ich liebe die makrobiotische Küche und freue mich auf die Zeit zum Kochen mit euch, über Austausch und Gleichgesinnte. Dies ist kein Muss aber es wäre schön, wenn wir zumindest überwiegend bio, vegan, regional, saisonal und natürlich kochen 🙂
Lagerfeuer und Musik
Klar, einerseits kochen wir über dem Feuer. Aber das Feuer ist auch zentrale Anlaufstelle hier und zieht sowieso seit jeher Menschen einfach an. Alle sitzen am Feuer, reden, lachen, spielen Musik und starren manchmal gedankenverloren in die Flammen.
Mehr muss ich zum Lagerfeuer und der Musik glaube ich nicht schreiben. Wer nicht tief in sich spürt, warum das so wichtig ist: Hinaus mit Dir heute Abend! Nimm ein paar Menschen mit und entzündet ein Lagerfeuer!
Der Mindset fürs Wohlfühlen
Mich freut ganz besonders, dass in den Feedbacks immer wieder die Rede von der Besonderheit dieses Ortes die Rede ist. Wie wohl und sicher sich hier die meisten Menschen fühlen. Und viele sehen die Ursache in den hier lebenden Personen. Das schmeichelt natürlich, aber ich denke, dass alle Menschen, die das wirklich wollen, einen solchen Rahmen schaffen können. Dazu gibt es aus meiner Sicht ein paar simple Ansätze – die gerne auch den Teilnehmenden kommuniziert werden können – und die nicht nur auf einem solchen Camp zählen:
Anmerkung Menie zu den Zeremonien:
Da einige von uns ein Leben mit Zeremonien führen wird die eine oder andere Schwitzhütte auch in dieser Campzeit stattfinden und die Wassertrommel gespannt. Eine gute Möglichkeit zum Kennenlernen, falls ihr dies noch nie erlebt habt ;-). Aber an alle die oft bei indianischen Zeremonien sind: Diese Woche ist offen für alle Kulturen und gerade auch für den Austausch unter uns gedacht, der sonst manchmal etwas zu kurz kommt 🙂
Links:
Fotos:









Samstag, 27.08.2016
14-18 Uhr Infopoint & Ferienprogramm für Groß und Klein
18-20 Uhr Grill-Potluck (bio-vegan)
Ab 20 Uhr Lagerfeuer-Treffen im Tipi
Sonntag 28.08.2016:
11-14 Uhr Brunch-Potluck (bio-vegan)
Details werden noch weiter ergänzt…:
| Titel: | Traveträume |
| Datum: | Samstag, 27.08.2016 (Sonntag, 28.08.2016) |
| Uhrzeit: | Samstag 14-18 Uhr (open end am Lagerfeuer & So 11-14 Uhr) |
| Ort: | Treffpunkt Lokfelder Brücke, Lokfeld 2, 23858 Barnitz |
| Veranstalter: | Förderverein Lokfelder Brücke e.V. |
| Anmeldung: | Melanie Otto, Tel. 04533 737630, info@lokfelder-bruecke.de |
| Teilnehmer: | 5-30 Personen (Kinder + Erwachsene jeden Alters) |
| Kosten: | ab 6 Jahren 7,- €, ab 18 Jahren 12,- € (ohne Verpflegung) für das Ferienprogramm. (Potluck, Lagerfeuer und Übernachtung auf Spendenbasis.) |
| Beschreibung: | Natur-Kultur-Erlebnis an der Trave, unterwegs in Wald und Wiesen für Groß und Klein. Eine schöne gemeinsame Zeit für Familien und alle Freunde der Lokfelder Brücke in unserem Garten, im Tipi, am Lagerfeuer mit Stockbrot, Märchen und Liedern… Bei gutem Wetter mit Badesachen und Romantik unterm Sternenhimmel. Ab 18 Uhr Sommerfest mit bio-veganem Grill-Potluck und wer möchte Übernachtung im Tipi oder eigenem Zelt, Ausklang Sonntag ca. 11-14 Uhr zum bio-veganen Brunch-Potluck (Potluck = jeder bringt was mit inkl. Teller und Besteck). Kinderbetreuung nur Sa 14-18 Uhr, danach bitte in Begleitung eines Erwachsenen bzw. nach Absprache. Eigene Ideen sind willkommen 🙂 |

14-18 Uhr Trave-Märchen:
Kinder (5 – 99 Jahre) erfinden ihre Märchen…
Gemeinsam streifen wir am Fluß entlang und erkunden das Ufer. Wunderschöne Blätter, merkwürdige Kieselsteine und Federträume werdet ihr finden.
Mit unserem spannendem Sammelsurium suchen wir einen friedlichen Ort, finden uns im Kreis zusammen und lassen die Dinge zu uns sprechen.
Wir werden ein eigenes Märchen erfinden und es dem Wind erzählen… vielleicht singen wir noch ein Lied und basteln uns ein Amulett.

Leitung: Jörg Langmann (Herr Herlekin), joerg@langmann.de, 0172 2392130, Anmeldung bitte bis 13.08.16
14-18 Uhr Bogenschießen (nur bei gutem Wetter):
Michael Frädrich, Mitglied der „Bogensparte Schützenverein Klein Wesenberg u. Umgegend von 1909 e.V.„, bringt seinen Sportbogen mit. Jörg Langmann bringt seinen mittelalterlichen Langbogen mit.
Es wird eine Zielscheibe aufgebaut und wer mag kann sich im Bogenschießen versuchen, unter der Leitung der beiden. (Nur bei gutem Wetter, nicht bei Regen.)
14-18 Uhr Sack-ins-Loch-Weltmeisterschaft:
Rainer Ludwig hat sich dieses Spiel hier vor einigen Jahren ausgedacht und richtet nun schon zum zweiten Mal die „Weltmeisterschaft“ aus 🙂
Für Diejenigen, die sich gerade fragen, was denn bloß „Sack-ins-Loch“ sein soll…
Es ist nur ein Spiel, bei dem aus 5,50 Meter Entfernung versucht wird, einen mit Kirschkernen gefüllten Sack in ein Loch auf ein schräges Brett zu werfen. Bleibt der Sack auf dem Brett liegen gibt es 1 Punkt. Trifft man das Loch gibt es 3 Punkte. 
Es werfen 2 Spieler abwechselnd, sodass es dazu kommen kann, dass beispielsweise der Sack des 1. Spielers am Rand des Brettes oder des Loches liegen bleibt, was 1 Punkt ergibt. Wenn nun der 2. Spieler einen dieser Säcke mit seinem Wurf ins Loch schubst, erhält der erste Spieler 3 statt 1 Punkt, wenn ein Sack aber vom Brett geschubst wird, erhält der erste Spieler 0 statt 1 Punkt. Jeder hat 5 Säcke, also 5 Würfe und wer am Ende mehr Punkte hat, gewinnt den Durchgang. Wer 2 von max 3 Durchgängen gewinnt, kommt eine Runde weiter im Turnier. Im Finale sind 3 Siege in max 5 Durchgängen nötig.
Liest sich gerade vielleicht etwas kompliziert, ist aber beim Spielen voll einfach und macht auch beim Zuschauen riesig Spaß 😀 Kommt und schaut selbst…
Ab 20 Uhr Lagerfeuer-Treffen im Tipi:
Von Swantje und Jörn haben wir wieder das Tipi ausleihen können, viiielen Dank dafür ihr beiden! Jens hat es mit Rainer, Micha, Manni und mir aufgebaut und kümmert sich um das Feuer. Bringt eure Isomatten, Decken und Kissen mit, wir machen es uns gemütlich! Und bringt auch gern weitere Musikinstrumente mit, bisher werden wir Gitarren, Trommeln, Rasseln, das Cachon, ein Waschbrett und Liedermappen hier haben. Wer mag kann gern die ganze Nacht bleiben, wir übernachten im Tipi… 🙂



Zu unserem „Natur-Kultur-Erlebnis TRAVETRÄUME“ am 25.07.2015 hat Jörg Langmann dieses Märchen neu geschrieben und vorgelesen. Es kommen darin 10 regionale Sagen vor (siehe unten). Es entstand auf meinen Wunsch hin passend zur Ferienaktion „Obstwiesen-Abenteuer“ der Hanse-Obst-Initiative mit Heinz Egleder. Nachdem wir u.a. einen neuen Apfelbaum gepflanzt haben, hat uns Jörg das Märchen vorgelesen.
Ich freue mich sehr über dieses so einzigartige, zauberhafte und gelungene Märchen, VIELEN DANK JÖRG!!! Und nun viel Freude beim Lesen, eure Melanie 🙂
Zum Download als PDF bitte hier klicken.

„Das Märchen vom Lübecker Marzipan-Apfel“
von Jörg Langmann
In Krummesse an der Lübecker Grenze und besonders am Krummesser Baum, da, wo heute die Hanse-Äpfel zu Hause sind, gab es beizeiten einen großen Wachturm und große Menschen – es lebten dort mehrere Riesen. Die Kirchtür der Krummesser Dorfkirche soll deshalb früher viel größer gewesen sein. (1)
Davor – als die ersten Kirchenglocken zu läuten begannen, wanderten die Zwerge und Unnerirdischen über Liubice – so hieß Lübeck früher – und über die Ostsee aus. (2)
Noch früher, bevor das Land beackert und die Äpfel veredelt wurden, war hier Wald, und die Waldmänner und Gelben Wiever,(3) lebten in Eintracht mit den Tieren und Pflanzen.
Eigentlich sollen die Krummesser Riesen nach Amerika (4) ausgewandert sein, es geht jedoch die Kunde, daß einer von ihnen nur bis Lokfeld kam.
Und das kam so:
Die Lübecker Pfeffersäcke bauten einen Grenzwall und am Crummesser Baum einen Wachtturm, um das köstliche Lübecker Martzapaen vor den vielen armen und hungrigen Bauerskindern der Umgebung zu schützen.
Das fand einer der Riesen nicht gerecht und er stapfte los, nach Norden, um das in Lübeck – der Königin der Hanse – zu klären. Der Riese hieß Heinz und seine Vorfahren sollen die Heinzelmännchen gewesen sein.
Doch halt, ein Baum, ein hölzerner Schlagbaum, versperrt ihm den Weg. Die Lübecker achten auf ihren Schutz – lang nicht jeder Riese darf ihre Grenze passieren.
Heinz hat Glück – warten muß er, aber in der Zeit sammelt er in den umliegenden Gärten die schönsten Äpfel für die Reise. Und schöne feine Äpfel gibt es hier – viele viele HanseÄpfel für die Hanse-Stadt Lübeck.
Als er sich einen besonders schön aussehenden Apfel pflücken will, erreicht ihn ein Warnruf. „Halt“, ruft die alte Eule aus ihrem tiefen Loch im Apfelbaum, „willst Du diesen zauberhaften Apfel Dein eigen nennen, braucht er einen Namen, sonst verliert er seine Zauberkraft.“
Ei, ei, so sei es denn ein Lübecker Apfel…
Neein – Du machst es Dir zu einfach – gib Dir gefälligst mehr Mühe!
Da Heinz im Glück von Schneewittchens Zauberapfel schon gehört hat, will er kein Risiko eingehen, wühlt in seinem Gehirn und in seinen Rocktaschen und findet – zusammen mit einem Stück Marzipan – die Idee, diesen Hanse-Apfel mit dem Namen „Lübecker Marzipan Apfel“ zu versehen.
Guhut, guhut , schon besser, und gib ihn erst aus der Hand, wenn Dir Dein Glück winkt, unkt die Eule und auch der Schlagbaum öffnet sich nun wie von allein.
Mit Siebenmeilen-Schritten geht es der großen Stadt entgegen. Die ist für den nun wirklich großen Riesen doch zu groß – trotz und wegen der vielen engen Gassen, hier kann man sich ja verlaufen und steckenbleiben.
Erschöpft von den vielen neuen Eindrücken läßt Heinz sich am Ufer der Trave, da, wo die
Wakenitz einmündet, nieder, betrachtet den Flug der drei Schwanenjungfrauen (5) und
schläft ein.
Er schläft nicht solange wie Dornröschen, aber lange genug, um einen langen Traum zu
träumen.
Seine Vorfahren, Riesen und Zwerge, Unterirdische, Heinzelmännchen und weiße Frauen
ziehen im Traum an ihm vorbei und rühren die Sehnsucht nach Heimat und Familie. Aber
wie dahin gelangen?
Oha, das kann ich Dir sagen, erklingt eine teuflisch tief klingende Stimme – gib mir einfach
etwas von Deinem Reiseproviant, am besten den wunderschönen Apfel in Deiner rechten
Rocktasche und ich führe Dich dorthin, wohin Dein Herz es begehrt.
Gesagt getan, will Heinz sein Glück ganz schnell aus der Tasche ziehen, besinnt sich
jedoch eines besseren, greift schnell in die linke und fördert einen fast ebenso schönen
Hanse-Apfel zu Tage, welchen er seinem stirnrunzelnden Gegenüber überreicht.
Neeiin, neeiin protestiert dieser, ich will den aus Deiner rechten Rocktasche…
Heinz greift in eben diese Tasche und wühlt mit seiner Hand so lange darin herum, bis er
den Apfel so mit dem Marzipanresten eingeschmiert hat, daß er ihn – schwups –
hervorholte und spricht: diesen Pferdeapfel gebe ich Dir gerne für Deinen wohlgemeinten
Rat.
Wutentbrannt schnaubt der Wode, den kannst Du behalten, geh Du bloß nach Westen
dorthin wo der Pfeffer wächst und viel Glück mit Deinem verfl…..Pferdeapfel.
Das war ja einfach, sagt sich Heinz, wacht auf, da habe ich ja Glück gehabt und werde
diesem Flußlauf stromaufwärts folgen.
Den sich in vielen Schleifen windenden Travelauf entlangstapfend, manchmal auch im
Wasserlauf selber, denn zur Sommerszeit gluckert es manchmal nur leise plätschernd,
vermeint er in der Erzählung des Wassers die eine uralte Geschichte zu vernehmen.
Des Teufels Groß(e) Mutter selbst, die Muttergöttin, auch Erdmutter genannt, hat in ihrer
Wut sich so durch das Land gepflügt, daß die Trave und ihre Schleifen entstanden.
Wütend war sie, weil Wuot-an, der später der Verteufelung anheim fiel, sie ungeduldig vor
sich her trieb und peitschte. (6)
So blubbert das Wasser vor sich hin und es ist Heinz, als ob es auch von der Quelle des
Glücks spricht…
Auf jeden Fall stapft er weiter, vorbei an den zu Stein verwandelten Brüdern bei
Hamberge, die ihr Brot in den Schmutz getreten hatten (7), vorbei an der weißen Frau von
Klein-Wesenberg, die sich in eine Wasserpfütze verwandeln kann (8) und an der
Teufelskuhle (9), in der der Teufel verbannt wurde.
Die drei Elschen vom Elschenbek (10) grüßt er freundlich im Vorbeigehen und …
… und jedesmal beißt Heinz gedankenverloren in seinen Glücksapfel und jedesmal
schrumpft er ein klein wenig. Er spürt das nicht, nur das Wasser steigt ihm immer weiter
am Körper hoch, bis es ihm fast bis zum Halse reicht.
So ward aus dem Riesen ein Zwerg, ein Heinzelmann.
Es blieb ihm nichts anderes übrig, als rechterhand im Furtbereich bei Stormurfeld ans Ufer
zu wechseln und in dem großen Garten auszuruhen, der heute zur Lokfelder Brücke
gehört.
Die Kerne seines zauberhaften Apfels verteilten sich wie von selbst und bald blühten hier
wunderschöne Hanse-Apfelbäume … mit ganz viel Glück und wenn alle Kinder es wollen,
wächst hier auch bald ein Lübecker Marzipan-Apfelbaum.
Jedesmal, wenn Ihr in einen der lieblichen Hanseäpfel beißt, erinnert Euch an die Riesen
und Zwerge, die Schwäne und Waldläufer, die Ihr in jedem blühenden Baum, jedem
plätschernden Bach und in jedem Windhauch spüren könnt. Sie sind hier – so wie der
ZwergRiese Heinz hier ist – und wenn Ihr sie achtet, beschützen sie Euch in dem, was Ihr
von Herzen tut.
Das war die Geschichte von Heinz, der später auch sein Glück mit Schneewittchen fand,
hier als Geist der Lokfelder Brücke auf alles acht gibt und dankbar ist, Euch jetzt diese
Geschichte erzählt zu haben.
(1) Sage aus Krummesse
(2) Sage aus Lübeck
(3) Sage aus Krummesse
(4) Sage aus Krummesse
(5) Sage aus Lübeck
(6) Sage aus Oldesloe
(7) Sage aus Hamberge
(8) Sage aus Klein-Wesenberg
(9) Sage aus Klein-Wesenberg (Barnitz?)
(10) Sage aus Reinfeld
Zur nicht-kommerziellen Weitergabe freigegeben unter Nennung des Autors und nur ohne Änderung!